Holo oder Reverse Holo? So erkennst du den Unterschied
Zwei Karten mit gleichem Namen und gleicher Nummer, und trotzdem kostet die eine ein Vielfaches der anderen. Oft liegt das an der Variante. Hier siehst du, woran du Normal, Holo und Reverse Holo in Sekunden unterscheidest.
- Holo: Das Bildfeld glänzt, der Rest der Karte ist matt.
- Reverse Holo: Alles außer dem Bildfeld glänzt, das Bild selbst bleibt matt.
- Beide Varianten haben eigene Preise. Welche mehr wert ist, hängt von der Karte ab, nicht vom Glanz.
Die drei Varianten auf einen Blick
Viele Karten eines Sets werden in mehreren Ausführungen gedruckt. Name, Nummer und Seltenheitssymbol sind identisch, der Unterschied liegt allein in der Folie:
| Normal | Holo | Reverse Holo | |
|---|---|---|---|
| Wo glänzt es? | Nirgends | Im Bildfeld | Auf der ganzen Karte außer dem Bildfeld |
| Welche Karten? | Häufige, nicht so häufige und in älteren Sets auch seltene Karten | Holo Rares, also seltene Karten mit Stern | Häufige bis seltene Karten eines Sets, in der Regel nicht die ex- und Full-Art-Karten |
| Seltenheit oder Merkmal? | Normaldruck | Eine eigene Seltenheit (laut Cardmarket) | Ein Merkmal derselben Karte, keine Seltenheit (laut Cardmarket) |
| Symbol | Wie gedruckt | Stern | Dasselbe Symbol wie die normale Version |
So prüfst du es in 10 Sekunden
- Karte unter Licht kippen. Eine Schreibtischlampe oder Tageslicht am Fenster reicht. Folie zeigt beim Kippen Regenbogenfarben oder ein Glitzermuster.
- Auf das Bildfeld schauen. Glitzert das Bild selbst, während Textfeld und Rand matt bleiben, ist es eine Holo.
- Auf Rand und Textfeld schauen. Glänzt alles rund um das Bild, auch hinter dem Text, und das Bild ist matt, ist es eine Reverse Holo.
- Glänzt die ganze Karte samt Bild und ist die Oberfläche oft strukturiert, hast du eine Full Art, Illustration Rare oder ähnliche Karte vor dir. Das ist eine eigene Seltenheit, zu erkennen am silbernen oder goldenen Stern. Mehr dazu im Ratgeber Seltenheit bei Pokémon-Karten.
- Nicht aufs Symbol verlassen. Eine Reverse Holo trägt dasselbe Seltenheitssymbol wie die normale Karte. Eine Reverse-Version einer häufigen Karte hat also weiter einen Kreis.
Was ist seltener, Holo oder Reverse Holo?
Eine allgemeine Regel gibt es nicht, und Prozentangaben, die im Netz kursieren, sind meist nicht belegt. Klar ist nur das Prinzip: Die Holo ist die seltene Karte des Boosters, Reverse Holos gibt es dagegen von vielen Karten eines Sets, auch von häufigen. Für den Preis heißt das: Es kommt auf die einzelne Karte an.
Ein echtes Beispiel aus dem Set 151 zeigt, dass die Reverse-Version sogar deutlich mehr wert sein kann als die Holo:
Stand der Cardmarket-Daten: 30.09.2026, abgerufen über die TCGdex-Datenbank. Preise ändern sich täglich.
Umgekehrt bleiben viele Reverse-Versionen häufiger Karten im Cent-Bereich. Wer eine Sammlung bewertet, sollte deshalb nie pauschal rechnen, sondern für jede Karte den Preis der richtigen Variante nachsehen.
Sondermuster: Poké Ball, Master Ball und Co.
Einige Sets haben Reverse Holos mit besonderem Folienmuster, etwa mit Poké-Ball- oder Master-Ball-Motiv im Set 151 und in Prismatische Entwicklungen. Diese Muster kommen seltener vor als normale Reverse Holos und werden separat gehandelt. Wenn deine Reverse Holo ein solches Muster hat, prüfe den Preis gezielt für genau diese Version.
Wie Cardmarket und TCGplayer die Varianten führen
Cardmarket behandelt Reverse Holo als Merkmal einer Karte, das Verkäufer beim Einstellen ankreuzen. Reguläre Holos sind dagegen eine Seltenheit. Laut Cardmarket ist genau das der häufigste Fehler beim Einstellen von Pokémon-Karten. In der Preisübersicht von Cardmarket gibt es deshalb für jede Karte zwei Wertereihen: eine normale und eine Foil-Reihe. Bei Pokémon steht die Foil-Reihe für die Reverse Holos. Auf der Produktseite filterst du über das Merkmal Reverse Holo.
TCGplayer in den USA führt für eine Karte getrennte Preise für Normal, Holofoil und Reverse Holofoil.
Kartenwert zeigt beim Scan einen Umschalter für die Varianten, die es von der Karte gibt. Der Preis zieht mit: Für den regulären Druck nutzt die App die normale Cardmarket-Reihe, für Reverse Holo die Foil-Reihe, dazu den passenden TCGplayer-Preis in Dollar. Sondermuster wie Poké Ball oder Master Ball unterscheidet die App nicht, deren Preis prüfst du direkt bei Cardmarket.
Und japanische Karten?
Japanische Sets haben laut Cardmarket in der Regel keine Reverse Holos. Glänzt eine japanische Karte, gehört der Glanz meist zur Seltenheit der Karte selbst. Japanische Einzelkarten haben auf Cardmarket außerdem eigene Produktseiten.
Variante beim Scannen wählen
Die häufigste Fehlbewertung beim Durchgehen einer Sammlung ist die falsche Variante. Kartenwert erkennt die Karte über Name und Sammlernummer und zeigt dir dann alle Varianten, die es von ihr gibt. Du tippst die passende an und siehst den Cardmarket-Preis genau dieser Ausführung.
Häufige Fragen
Ist Reverse Holo eine Seltenheit?
Nein. Cardmarket behandelt Reverse Holo ausdrücklich als Merkmal einer Karte und nicht als Seltenheit. Eine Reverse Holo trägt dasselbe Seltenheitssymbol wie die normale Version.
Ist eine Reverse Holo mehr wert als eine Holo?
Das hängt von der Karte ab. Bei Gengar 094/165 aus 151 lag die Reverse Holo am 30.09.2026 deutlich über dem regulären Holo-Druck, bei vielen häufigen Karten bleiben Reverse Holos dagegen im Cent-Bereich. Prüfe immer den Preis der konkreten Variante.
Gibt es von jeder Karte eine Reverse Holo?
Nein. Reverse Holos gibt es in westlichen Sets meist von den häufigen bis seltenen Karten der regulären Setliste. ex-Karten, Full Arts und Illustration Rares haben in der Regel keine Reverse-Version, japanische Sets meist gar keine Reverse Holos.
Woran erkenne ich eine Reverse Holo ohne Vergleichskarte?
Kippe die Karte unter Licht. Glänzen Rand und Textfeld, während das Bild matt bleibt, ist es eine Reverse Holo. Glänzt nur das Bild, ist es eine Holo.
Wie wähle ich die Variante in Kartenwert?
Nach dem Scan zeigt die App einen Umschalter mit den Varianten, die es von der Karte gibt. Tippe die passende an, der Cardmarket-Preis wechselt sofort.